Domestic Reverse Charge für Bauleistungen in Großbritannien

Umsatzsteuerregeln richtig anwenden bei Bauprojekten in Großbritannien

Wenn Ihr Unternehmen Bauleistungen in Großbritannien erbringt, gelten besondere Umsatzsteuerregelungen – insbesondere die sogenannte Domestic Reverse Charge (DRC). Diese Vorschrift betrifft die Rechnungstellung, die Umsatzsteuervoranmeldung und den Cashflow – und sie wird häufig übersehen.

Wir unterstützen deutschsprachige Unternehmen dabei, die Regeln korrekt umzusetzen – von der Prüfung, ob die DRC greift, über korrekte Rechnungsstellung bis hin zur Erstellung der britischen VAT-Meldungen.

Was ist die Domestic Reverse Charge?

Die Domestic Reverse Charge ist eine Sonderregelung im britischen Umsatzsteuerrecht, die bei bestimmten Bauleistungen zwischen zwei in Großbritannien mehrwertsteuerlich registrierten Unternehmen greift.

Das Prinzip:

  • Der Lieferant stellt keine Umsatzsteuer in Rechnung.
  • Der Kunde schuldet die Umsatzsteuer direkt an HMRC (das britische Finanzamt).
  • Dies gilt nur, wenn beide Parteien im Vereinigten Königreich für die Umsatzsteuer registriert sind und es sich um Leistungen handelt, die unter das Construction Industry Scheme (CIS) fallen.

Wann gilt die DRC-Regelung?

Die Domestic Reverse Charge ist eine Sonderregelung im britischen Umsatzsteuerrecht, die bei bestimmten Bauleistungen zwischen zwei in Großbritannien mehrwertsteuerlich registrierten Unternehmen greift.

Das Prinzip:

  • Der Lieferant stellt keine Umsatzsteuer in Rechnung.
  • Der Kunde schuldet die Umsatzsteuer direkt an HMRC (das britische Finanzamt).
  • Dies gilt nur, wenn beide Parteien im Vereinigten Königreich für die Umsatzsteuer registriert sind und es sich um Leistungen handelt, die unter das Construction Industry Scheme (CIS) fallen.

Was ist ein “Endnutzer”?

Ein Endnutzer ist ein Kunde, der die Leistung nicht weiterverkauft oder weiterverarbeitet, z. B. der Immobilieneigentümer.

Ist der Kunde ein Endnutzer, gilt die DRC nicht – Sie müssen dann normale britische VAT berechnen.

Wichtig: Lassen Sie sich den Endnutzerstatus schriftlich bestätigen, idealerweise im Vertrag.

Welche Leistungen sind betroffen?

Die Regelung gilt für Leistungen, die auch unter das Construction Industry Scheme fallen, zum Beispiel:

  • Rohbau-, Umbau- und Sanierungsarbeiten
  • Elektrik, Sanitär, Heizung
  • Maler-, Fliesen-, Fassadenarbeiten
  • Abriss und Erdarbeiten

 

Wichtig: Werden Materialien und Leistungen gemeinsam fakturiert, gilt die DRC für die gesamte Rechnung, auch für die Materialien.

Wie sieht eine korrekte Rechnung aus?

Auch wenn Sie keine VAT berechnen, muss Ihre Rechnung:

  • den Hinweis enthalten, dass die Domestic Reverse Charge gilt,
  • den anzuwendenden Steuersatz oder den Steuerbetrag ausweisen (ohne ihn in die Rechnungssumme einzurechnen),
  • alle üblichen Angaben einer britischen Umsatzsteuerrechnung enthalten.

 

Beispieltext auf der Rechnung:

  • „Reverse charge: Customer to pay VAT to HMRC“
  • „Reverse charge: VAT Act 1994 Section 55A applies“

Auswirkungen auf Ihre VAT-Meldung

Wenn Sie der Lieferant sind:

  • Kein Ausweis der Umsatzsteuer in Box 1 der VAT Return
  • Nettobetrag der Lieferung in Box 6 eintragen

Wenn Sie der Kunde sind:

  • Umsatzsteuer selbst berechnen und in Box 1 ausweisen
  • Als Vorsteuer abziehen (Box 4), wenn berechtigt
  • Nettobetrag in Box 7 eintragen

Häufige Fehler und Risiken

  • Fehlerhafte Rechnungsstellung: VAT wird ausgewiesen, obwohl DRC gilt – der Kunde kann die Steuer dann nicht abziehen
  • Fehlende DRC-Angabe auf Rechnungen – diese werden oft abgelehnt
  • Keine Endnutzerbestätigung – das Risiko liegt beim Lieferanten
  • Zahlung von Rechnungen mit ausländischer VAT: Häufig wenden ausländische Lieferanten fälschlicherweise ihre lokale Umsatzsteuer an. Ihre Buchhaltung muss jede Rechnung vor der Zahlung prüfen. Fehlerhafte Rechnungen sollten abgelehnt und zur Korrektur zurückgesendet werden.

Wie wir Sie unterstützen

Bei Türner & Co unterstützen wir deutschsprachige Bauunternehmen bei allen Fragen rund um die britische Reverse-Charge-Regelung:

  • Prüfung, ob die DRC-Regelung greift
  • VAT-Registrierung im Vereinigten Königreich
  • Formulierung korrekter Rechnungen
  • Unterstützung bei der Endnutzer-Bestätigung
  • Erstellung der britischen VAT Returns
  • Prüfung von Eingangsrechnungen Ihrer Lieferanten

We Understand the Challenges You Face

When you’re not familiar with UK rules, it’s easy to get caught out:

CIS withholding errors

Because no one verified subcontractor status.

Incorrect VAT paid or claimed

Due to wrong invoices or misunderstanding the UK VAT construction rules.

Late VAT registration

That takes weeks, delaying invoicing and cash flow.

Ineligible workers on site

Because immigration wasn’t factored in early enough.

Purchase ledger teams

Paying invoices gross when they should have withheld tax.

Sales invoices

Raised incorrectly before understanding the PE and VAT position.

Transfer pricing and profit attribution

Handled inconsistently or without documentation.

And the most common mistake of all?

No one in your team knows what questions to ask.

That’s where we come in.

Our Promise: We’ll Help You Spot the Issues Before HMRC Does

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Get the right tax registrations

In place early: PE, VAT, CIS, PAYE.

Avoid fines and cashflow disruption

By correctly verifying your subcontractors and applying the right VAT and CIS rules.

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To check supplier invoices before they’re paid.

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Kontaktieren Sie uns

Sie sind unsicher, ob die DRC-Regelung für Ihr Projekt gilt oder benötigen Hilfe bei der Umsetzung? Sprechen Sie uns an – wir helfen Ihnen dabei, Fehler zu vermeiden und die Anforderungen korrekt umzusetzen.

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Nathan Widdowson

Kate McDermott

Geschäftsführerin

CIS – Bauabzugssteuer UK
Mitarbeitende auf Bau- und Installationsprojekten