UK-Steuercodes verstehen

Ein Leitfaden für internationale Arbeitgeber

Wenn Sie als Personal- oder HR-Verantwortliche*r für Mitarbeitende in Großbritannien zuständig sind, stoßen Sie möglicherweise zum ersten Mal auf den Begriff „Tax Code“ (Steuercode). Oft erfahren Unternehmen davon erst, wenn sich Mitarbeitende beschweren, dass ihr Nettogehalt plötzlich gesunken ist – oder wenn HMRC (die britische Steuerbehörde) eine Nachzahlung von Einkommensteuer verlangt.

Dieses System ist für viele internationale Arbeitgeber ungewohnt. Diese Seite erklärt, was ein UK-Steuercode (Tax Code)  ist, warum er sich ändert und wie Sie als Arbeitgeber damit umgehen sollten.

Was ist ein UK-Steuercode (Tax Code)?

In Großbritannien wird Einkommensteuer über das PAYE-System (Pay As You Earn) direkt vom Gehalt abgezogen. HMRC stellt für jeden Arbeitnehmerin einen Steuercode aus, der dem Arbeitgeber vorgibt, wie viel Einkommensteuer bei jeder Gehaltszahlung einbehalten werden muss.

Ein Steuercode besteht aus einer Zahl und einem Buchstaben, zum Beispiel 1257L.

  • Die Zahl gibt an, wie viel Einkommen steuerfrei bleibt (hier GBP12.570).
  • Der Buchstabe zeigt an, welche Regelungen oder Anpassungen gelten (z. B. L = Standardfreibetrag, M/N = Übertragung von Freibeträgen, K = zusätzliche steuerpflichtige Einkünfte, BR/D0 = keine Freibeträge).

Warum ändern sich Steuercodes?

Steuercodes werden von HMRC festgelegt und können sich mehrfach im Jahr ändern. Gründe sind z. B.:

  • Ein Mitarbeiter erhält einen Sachbezug (z. B. Firmenwagen oder private Krankenversicherung).
  • HMRC rechnet mit weiteren Einkünften (z. B. Mieteinnahmen oder Zinsen).
  • Steuernachzahlungen aus Vorjahren sollen über den Code eingezogen werden.
  • Eine Arbeitnehmerin hat mehrere Jobs oder Renteneinkünfte.

 

Solche Änderungen führen oft zu Verwirrung, da Mitarbeitende eine geringere Auszahlung erhalten, ohne den Hintergrund zu verstehen.

Häufige Missverständnisse

Viele Mitarbeitende glauben, dass der Arbeitgeber den Steuercode „falsch“ angesetzt hat. Das ist nicht der Fall:

  • Arbeitgeber müssen den von HMRC übermittelten Code anwenden.
  • Nur HMRC kann den Code ändern.
  • Mitarbeitende müssen selbst prüfen, ob ihr Code korrekt ist, und sich bei HMRC melden, falls nicht.

 

Für HR-Abteilungen bedeutet dies oft zusätzlichen Erklärungsbedarf, obwohl die Verantwortung nicht beim Arbeitgeber liegt.

Wie können Sie als Arbeitgeber unterstützen?

Auch wenn Sie den Code nicht selbst ändern dürfen, können Sie Ihre Mitarbeitenden entlasten:

  • Stellen Sie sicher, dass der Steuercode auf der Gehaltsabrechnung sichtbar ist.
  • Verweisen Sie auf die HMRC-Kontaktdaten für Rückfragen.
  • Ziehen Sie bei Bedarf spezialisierte Steuerberater hinzu, die den Code prüfen und erklären können.

 

Wir bei Türner & Co. unterstützen internationale Arbeitgeber regelmäßig in solchen Situationen. Wir überprüfen Steuercodes, erklären Mitarbeitenden die Hintergründe und kommunizieren bei Bedarf direkt mit HMRC. So reduzieren Sie interne Diskussionen und vermeiden, dass Ihre Mitarbeitenden den Arbeitgeber verantwortlich machen.

Beispiele für gängige Codes

  • 1257L → Standardfreibetrag (GBP12.570 steuerfrei)
  • BR → gesamtes Einkommen wird mit 20 % besteuert (z. B. Zweitjob)
  • D0 → gesamtes Einkommen wird mit 40 % besteuert
  • K → zusätzliches zu versteuerndes Einkommen übersteigt Freibetrag
  • S1257L / C1257L → spezielle Codes für schottische („S“) oder walisische („C“) Steuerzahler

Warum ist dieses Thema für Sie wichtig?

  • Falsch verstandene Steuercodes führen zu verunsicherten und unzufriedenen Mitarbeitenden.
  • Sie als HR- oder Finanzverantwortliche*r werden schnell in die Verantwortung gezogen, obwohl Sie rechtlich keinen Einfluss haben.
  • Mit dem richtigen Wissen und externer Unterstützung können Sie die Situation proaktiv managen und Konflikte vermeiden.

Unser Service

  • Wir unterstützen internationale Unternehmen bei:

    • Prüfung von Steuercodes für UK-Mitarbeitende
    • Erklärung von HMRC-Coding Notices in verständlicher Sprache
    • Beratung für Mitarbeitende, die Fragen zu ihrem Nettogehalt haben
    • Kommunikation mit HMRC zur Korrektur falscher Codes

    So stellen wir sicher, dass Ihr UK-Personal steuerlich korrekt behandelt wird – und Ihr HR-Team entlastet bleibt.

We Understand the Challenges You Face

When you’re not familiar with UK rules, it’s easy to get caught out:

CIS withholding errors

Because no one verified subcontractor status.

Incorrect VAT paid or claimed

Due to wrong invoices or misunderstanding the UK VAT construction rules.

Late VAT registration

That takes weeks, delaying invoicing and cash flow.

Ineligible workers on site

Because immigration wasn’t factored in early enough.

Purchase ledger teams

Paying invoices gross when they should have withheld tax.

Sales invoices

Raised incorrectly before understanding the PE and VAT position.

Transfer pricing and profit attribution

Handled inconsistently or without documentation.

And the most common mistake of all?

No one in your team knows what questions to ask.

That’s where we come in.

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FAQs

Meist weil HMRC den Code geändert hat – z. B. wegen eines Firmenwagens oder einer Steuernachzahlung.

Kontakt

Liam Perry

Sarah English

Senior Managerin